Vorbericht HSG EGB Bielefeld - TuS Brake

24.02.2012 13:02 von Sven Kirschnick

Das Aufgebot des Gegners:

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Oben: Mattias Foede, Jonas Fuhrmann, Marco Fillies, Peter Hagemann

Mitte: Adrian Düsterloh, Sascha Freier, Nils Rusche, Dennis Laumann, Nils Böckmann, Patrick Bethlehem, Yannick Sonntag

Unten: Physiotherapeutin Daniela Niegisch, Jakob Röttger, Bastian Knop,Tristan Depenbrock, Tim Ansorge, Julian Bahrke

es fehlen: Jannis Daberkow, Julian Merten (verletzt)

Trainer: Mattias Foede

Zugänge: Bastian Knop (Eintracht Oberlübbe), Tim Ansorge, Jonas Fuhrmann, Yannik Sonntag (alle Handball Lemgo mA-Jugend), Jannis Daberkow (eigene 2. Herren), Peter Hagemann (TG Schildesche)

Abgänge: Marc Niegisch (wird Teammanager + Spieler 2. Herren), Ivo Kraft (Trainer Sportfreunde Senne), Thorsten Grunwald (Warstein II), Dennis Schröder (Leopoldshöhe), Sebastian Sander (HSG Gütersloh II)

Zahlen, Daten, Fakten:

Tabellenplatz: 5
Torverhältnis: 463:455
Punkte: 20:12 (9 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen [Rödinghausen 2x, Brake, Euro, Hille])
Saisonziel: Mehr als 27 Punkte im Vorjahr
Beste Torschützen: Yannick Sonntag (124), Jakob Röttger (54)
Letztes Jahr: Landesliga 5. Platz
Letztes Spiel: HSG Spradow - HSG EGB Bielefeld 26:26

Die letzten Aufeinandertreffen:

20.09.06  HSG Eintracht Gadderbaum – TuS Brake   24:20
10.02.07  TuS Brake – HSG Eintracht Gadderbaum   23:26
15.12.07  TuS Brake – HSG Eintracht Gadderbaum   24:25
26.04.08  HSG Eintracht Gadderbaum – TuS Brake   32:27
02.10.10  TuS Brake – HSG EGB Bielefeld  24:32
19.02.11  HSG EGB Bielefeld – TuS Brake  41:33
08.10.11  TuS Brake – HSG EGB Bielefeld  26:25

Bilanz: 6 Niederlagen, 1 Sieg

Zum Hinspiel:

Neue Westfälische Bielefeld vom 10.10.2011

TuS Brake – EGB Bielefeld 26:25 (11:14). Für die gut 300 Zuschauer war es ein Derby wie aus dem Bilderbuch. Erst in einer dramatischen Schlussphase entschieden die Gastgeber die Partie für sich. Nachdem EGB die erste Halbzeit dominiert hatte, stellte Brakes Vertretungscoach Joachim Lippert (Andreas Köckeritz war am Nachmittag von einem Hexenschuss außer Gefecht gesetzt worden) nach der Pause die Deckung um. Statt der gefürchteten offensiven Variante spielte Brake jetzt eine 6:0-Formation. Mit der kam EGB nicht zurecht. „Dabei haben wir genau dagegen gute Rückraumschützen“, wunderte sich Coach Matthias Foede, der mit ansehen musste, wie der 15:11-Vorsprung in eine 20:16-Führung der Braker kippte.
Doch EGB kämpfte sich in dem schnellen und bissigen Spiel noch einmal zurück. Die Schlussphase begann mit einer Roten Karte gegen Jannis Johannmeier wegen „Anlegen eines Harz-Depots am Schuh“ (50.). Brake legte trotzdem weiter vor (23:18, 53.). EGB nutzte drei Minuten später eine Überzahl, um auf 22:24 heran zu kommen. Anderthalb Minuten vor Schluss waren die Gäste endgültig dran (25:24). Patrick Bethlehem besorgte 45 Sekunden vor Schluss in Unterzahl den Ausgleich. Brake hatte ein letztes Mal Ballbesitz. Toni Lippert bekam das Spielgerät auf Linksaußen und machte das Siegtor.
„Ich hatte ihn extra dort aufgestellt, weil ich einen erfahrenen Spieler brauchte“, erklärte Vater und Trainer „Atze“ nicht ganz ohne Stolz. Es war eine heiße Schlussphase, „aber wir haben das Spiel in der Viertelstunde nach der Pause verloren“, erklärte Foede. Lippert, der quasi vom Kaffeetisch aus eingesprungen war, meinte: „Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt. Die Deckungsumstellung war die entscheidende Maßnahme. Aber so einen Nervenkrimi brauche ich nicht nochmal.“ Brake: Knefelkamp/Kirschnick; Lange (3), J. Knefelkamp, Merschieve, Schütforth (4/1), Tiemann (4), Welge, Lippert (8), Johannmeier (6/3), Rietenberg, Lüder. EGB: Depenbrock/Knop; Sonntag (6/3), Fillies, Bethlehem (je 4), Fuhrmann (3), Ansorge, Laumann, Röttger (je 2), Böckmann, Rusche (je 1), Daberkow.

Westfalen-Blatt Bielefeld vom 10.10.2011

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TuS Brake - HSG EGB Bielefeld 26:25 (11:14). In einem kämpferisch und spielerisch überzeugenden Derby vor etwa 300 Zuschauern nutzte der Angriff der Gäste die Schwächen der Braker 3:2:1-Deckung zunächst aus und legte eine Führung vor, die bis zum 14:11 zur Pause Bestand hatte. »Diese Abwehrformation kam uns gelegen. So konnten wir gut über Marco Fillies agieren«, erklärte EGB-Coach Matthias Foede. Der Kreisläufer schuf immer wieder Lücken, die Brake nicht schließen konnte. So lag der Gast stets drei Tore in Front. »Auch vorne lief es bei uns nicht wirklich rund. Allerdings hat man den Willen der Jungs gespürt«, fasste Joachim »Atze« Lippert zusammen.
Lippert coachte die Braker in diesem Derby, da sich Andreas Köckeritz einen Wirbel eingeklemmt hatte. Und eben dieser Lippert hatte in der Halbzeit einen Geistesblitz: Er stellte auf eine offensive 6:0-Deckung um. Die Braker holten Tor um Tor auf. Neben der Deckung steigerte sich auch Keeper David Knefelkamp. Brake glich zum 15:15 (36.) aus und erspielte sich eine 22:17-Führung (45.). Danach griffen die Schiedsrichter ins Spiel ein. Brakes Linksaußen Jannis Johannmeier sah für ein vermeintliches »Harz-Depot« am Schuh die Rote Karte. Es folgte ein Bruch im Braker Spiel - EGB wusste dies zu nutzen. Die offensive Manndeckung gegen den Braker Rückraum führte zu schnellen Ballgewinnen. 50 Sekunden vor Schluss stand es 25:25. Den letzten Angriff verwandelte Brakes Toni Lippert unter dem frenetischen Beifall der Braker Zuschauer zum erlösenden Heimerfolg, danach verpasste EGB noch den Ausgleich. »Brake hat verdient gewonnen. Die Abwehrumstellung hat das Spiel entschieden. Wir haben nur noch quer gespielt und keine guten Würfe nehmen können«, zeigte sich Matthias Foede als fairer Verlierer. »Atze« Lippert freute sich über die Leistung und den Derbysieg: »Kämpferisch war das super. Jeder wollte unbedingt gewinnen, und wir wurden von den Fans super gepusht.«
TuS Brake: D. Knefelkamp/Kirschnick - Johannmeier (7/4) , Lippert (8), Welge (1), Schüttforth (2), Lange (4), Merschieve , Rietenberg, Lüder, Tiemann (4), J. Knefelkamp.
EGB Bielefeld: Depenbrock/Knop - Sonntag (6/3), Fillies, Bethlehem (je 4), Fuhrmann (3), Ansorge, Laumann, Röttger (je 2), Böckmann, Rusche (je 1), Daberkow.

Nach dem ersten Derbysieg in dem neuen Jahrhundert wurde noch gebührend im Cafe Europa gefeiert:

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Sonstiges:

Neue Westfälische Bielefeld vom 25.02.12

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„Die zweite Halbzeit aus dem Hinspiel beschäftigt uns immer noch“, erinnert sich EGB-Coach Matthias Foede an das 25:26 in Brake. Sein Team hatte 14:11 zur Pause geführt und dann „fahrlässig die Punkte hergeschenkt“. Nach diesem Spielverlauf müsse er niemanden motivieren, so Foede. Nicht dabei sein wird Falk von Hollen, der bis Serienende der Tätigkeit als Co-Trainer bei der TSG II Vorrang geben wird. Mit Lucas Tiemann ist ein anderer versierter Mittelmann nicht dabei. „Mal schauen, wie wir das lösen können. Von den Voraussetzungen sind wir Außenseiter“, meint Brakes Coach Andreas Köckeritz.

Westfalen-Blatt Bielefeld vom 25.02.12

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Am vierten Spieltag der Rückrunde stehen sich die Bielefelder Teams HSG EGB Bielefeld und TuS Brake gegenüber. Das Hinspiel konnte der TuS knapp für sich entscheiden. »Damals haben wir in der zweiten Halbzeit die schlechtesten 30 Minuten der Saison gespielt. Da sind wir uns alle einig«, blickt EGB-Trainer Matthias Foede zurück und verspricht Wiedergutmachung. Dabei wird der angeschlagene Jakob Röttger nur bedingt einsatzfähig sein. Auf der anderen Seite ist Spielmacher Lucas Tiemann beruflich verhindert. »Da wir nichts zu verlieren haben, können die Jungs befreit aufspielen«, sieht TuS-Coach Andreas Köckeritz sein Team in der Außenseiterrolle. Dafür sprechen auch 3:7 Punkte aus den letzten fünf Spielen. EGB holte im gleichen Zeitraum 7:3 Zähler.

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