1. Herren verliert Punkt im Derby gegen Senne

30.01.2017 13:01 von Marcel Tesch

HT SF Senne - TuS Brake 22:22 (13:12). Am Wochenende gab es im Derby gegen den HTSF Senne ein Remis in letzter Sekunde. Nach der bitteren aber letztlich verdienten Niederlage in der vergangenen Woche gegen Nettelstedt 2, waren diese beiden Punkte fest mit eingeplant, weshalb das Remis auch eher einen Punktverlust als einen Punktgewinn darstellt... Am kommenden Samstag gastiert mit Lahde/Quetzen erneut ein Drittplatzierter am Bohnenkamp. Dann muss die Mannschaft wieder fokussierter und spielfreudiger agieren und an seine eigene Stärke glauben, um die nächsten wichtigen 2 Punkte einzufahren!

 

Neue Westfälische Bielefeld vom 30.01.2017

HT SF Senne - TuS Brake 22:22 (13:12). "Ein leistungsgerechtes Unentschieden", urteilte HT-Trainer Matthias Wieling, dessen Zustandekommen aber durchaus glücklich war. Wenige Sekunden vor Schluss hatte Brake den vermeintlich letzten Wurfversuch unternommen. Der Ball wurde geblockt, trudelte nur noch Richtung Tor. Sennes Keeper Marc Hanneforth wollte den Ball aufnehmen, doch Brakes Jannis Johannmeier rannte in den Torkreis und schlug das Spielgerät noch ins Senner Tor. Die Aktion wurde von den Schiedsrichtern als grobe Unsportlichkeit geahndet und mit Roter und Blauer Karte bedacht. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Dennis Strothmann zum 22:22 - Ende. Ob die wenigen Sekunden verbleibende Spielzeit überhaupt noch für einen konstruktiven letzten Angriff gelangt hätten, darüber gingen die Meinungen nachher auseinander. 

"Am Ende lügt das Ergebnis nicht. Wir hatten das Chancenplus auf unserer Seite. Es jetzt an Jannis festzumachen, ist quatsch. Wir hätten das Spiel vorzeitig für uns entscheiden können", meinte Brakes Trainer Max Rittersberger. Die Gäste starten gut (5:2, 10.), mussten beim 7:7 den Ausgleich hinnehmen. Nachdem Brake auf 11:8 (22.) und 12:9 vorgelegt hatte, drehten Maurice Cahsel sowie Walter Preis mit drei Toren in Folge das Spiel. Auch nach Wiederbeginn blieb das Momentum zunächst auf Seiten der Senner. Immer wieder konnten die Gastgeber vorlegen, wie zum 15:13 (34.) und 20:18 (48.). Erst in der Schlussphase konnte Hermann Hippe den Tabellenvize wieder in Führung werfen (21:20 und 22:21).

Wieling sah eine "ganz starke Abwehrleistung - in Kombination mit unseren Torhütern. Wir konnten das Kreisläuferspiel komplett unterbinden und Brake zu Abschlüssen aus der zweiten Reihe zwingen." Da Nettelstedt II nach Halbzeitrückstand noch gegen Detmold gewann, muss Brake jetzt auf zwei Ausrutscher des Spitzenreiters hoffen, um noch einmal die Tabellenführung übernehmen zu können. HT: Hanneforth/Stoltze; Cahsel, Preis, Mikuszies (je 4), Eisberg (4/1), Lücking (3), Strothmann (3/1), Boberg, Köhler, Höfer, Gintzel, Pawisa. TuS: Lyschick/Kirstein; Hippe (8), Johannmeier (5), Merschieve (4), Ober (2), Rolf, Welge, Lause (je 1), Bartczak, Benker, Menkhoff, Werning, Tiemann.

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Senner Abwehrstärke: Marius Tiemann (am Ball) und der TuS Brake mussten sich im Derby beim HT SF Senne jede Wurfchance hart erarbeiten. In dieser Szene setzt Florian Gintzel (25) Tiemann unter Druck. Foto: Andreas Frücht 

 

Westfalen-Blatt Bielefeld vom 30.01.2017

HT SF Senne – TuS Brake 22:22 (13:12). Was für ein verrücktes Derby: Der über 60 Minuten ausgeglichene Krimi zwischen Abstiegskandidat Senne und Aufstiegsaspirant Brake wurde in den letzten Sekunden auf kuriose Art und Weise entschieden. Der Tabellenzweite aus Brake führte kurz vor Schluss 22:21 und hatte Ballbesitz. Dann erkämpfte sich die Senner Abwehr den Ball, doch Brakes Linksaußen Jannis Johannmeier lief in den Kreis und boxte das Leder nach dem Pfiff der Schiedsrichter noch ins Tor, um Zeit zu schinden. Eine »grobe Unsportlichkeit«, die nach den neuen Regeln in den letzten 30 Sekunden mit einer Blauen Karte (Disqualifikation mit Sperre) und einem Siebenmeter zu ahnden ist. Das tat das Schiedsrichter-Gespann Jürgen Kurmann/Ingo Weiß (Vlotho) auch und so nutzte Sennes Dennis Strothmann drei Sekunden vor dem Ende die Chance vom Siebenmeterpunkt zum 22:22-Ausgleich. »Natürlich war am Ende auch Glück dabei, aber dieses Glück haben wir uns über 60 Minuten erarbeitet. Die Mannschaft hat super gekämpft, sie hat sich diesen Punkt verdient«, freute sich HT-Trainer Matthias Wieling. Sein Pendant »Max« Rittersberger wertete die entscheidende Szene als »Dummheit« und ärgerte sich über die Vielzahl an ausgelassenen Chancen: »Wer mehr als 15 freie Würfe vergibt, hat es auch nicht verdient.«Die Anfangsphase gehörte den Gästen, die eine schnelle 5:1-Führung vorlegten (7). Dann kämpfte sich Senne ins Derby hinein und hatte in Torwart Marc Hanneforth einen starken Rückhalt. Kurz vor der Pause ging das Handballteam zum ersten Mal in Führung (13:12).In Halbzeit zwei durchlebten beide Teams eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit wechselnden Führungen. Dann kam die letzte Minute, die schließlich im gerechten Ausgleich mündete.Senne: Hanneforth/Stoltze – Boberg, Köhler, Cahsel (4), Preis (4), Höfer, Strothmann (3/2), Mikuszies (4), Gintzel, Pawisa, Lücking (3), Eisberg (4).Brake: Lyschik/Kirstein – Lause (1), Welge (1), Merschieve (4), Bartczak, Benker, Rolf (1), Benker, Werning, Johannmeier (5), Ober (2), Tiemann, Hippe (8).

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